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Vielerorts in Deutschland gibt es angebliche „Spuren des Teufels“, so auch auf dem Waldstein.

Auf dem glockenförmigen Felsen sollen dereinst der Teufel und der Feilenhauer aus Weißdorf, einer der mächtigsten Geisterbanner seiner Zeit, mit eisernen Karten gespielt haben, wovon heute noch tiefe Einkerbungen auf der Oberseite der Tischplatte zeugen. Hier soll der Belzebub seine Karten mit einer derart großen Wucht auf den Stein geknallt haben, dass Funken aufstoben und den Wald für kurze Zeit erleuchtet haben. Lange Zeit hielt sich das Gerücht, in manch einer klaren Vollmondnacht könnte man die beiden Gestalten noch heute dort oben sitzen sehen. Im 19. Jahrhundert wollten einige Schatzsucher den Felsen, den sie als Tor zu den Schätzen des Waldsteins erkannt haben wollen, sogar mit Schwarzpulver sprengen – Gott sei Dank, ist ihnen der Plan von den ansässigen Bauern vereitelt worden. Die Löcher auf dem Stein stammen aus der gleichen Zeit und sind keineswegs Spuren des Teufels, sondern stellen Verankerungen für einen Pavillon dar.

Autoren: Adrian Roßner: Heimatforscher

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